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Notfälle

Risikosituation? Brauche ich eine PEP (HIV-Post-Expositions-Prophylaxe)?

 

Lassen Sie sich zu einer möglichen Risikosituation beraten, um einzuschätzen, ob eine PEP angezeigt ist.
Sie erreichen uns unter der Nummer:  041 410 69 60.

 

Auskünfte erhalten Sie rund um die Uhr auch am Kantonsspital Luzern (Notfallstation): 041 205 11 11.

 

 

Verhalten nach einer Situation mit eindeutig hohem HIV-Risiko

Nach einer Situation mit eindeutig hohem HIV Übertragungsrisiko (siehe unten) sollte man sich möglichst schnell, vorzugsweise innerhalb von 48 Stunden, spätestens aber innerhalb von 72 Stunden an die Notfallstation des Kantonsspitals, respektive einen HIV-Spezialisten wenden. Wird das HIV Übertragungsrisiko aufgrund der Situationsbeschreibung als hoch eingestuft, kann mit einer medikamentösen Behandlung (PEP) begonnen werden.  Dies ist eine vorbeugende, mehrwöchige medikamentöse Behandlung mit hochwirksamen Substanzen, die eine HIV Übertragung verhindern kann. Der Erfolg ist umso besser, je schneller nach der Risikosituation mit der Behandlung begonnen wird.

 

Situationen mit eindeutig hohem Risiko, in denen eine HIV-PEP sinnvoll sein kann:

  1. ungeschützter vaginaler oder analer Geschlechtsverkehr (Eindringen in Scheide oder Darm) – z.B. auch infolge eines Kondomversagens – mit einer HIV-infizierten Person
  2. ungeschützter oraler Geschlechtsverkehr (Befriedigung mit dem Mund) mit Ejakulation eines HIV-infizierten Partners in den Mund
  3. Verwendung von gebrauchtem Injektionsmaterial einer HIV-positiven Person
  4. Eine HIV-PEP kann in diesen Situationen auch erwogen werden, wenn nicht bekannt ist, ob die Kontaktperson HIV-positiv ist, sie aus einer Region stammt bzw. einer Gruppe angehört, in der HIV stark verbreitet ist.