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Notfälle

Risikosituation? Brauche ich eine PEP (HIV-Postexpositions-Prophylaxe)?

Lassen Sie sich zu einer möglichen Risikosituation beraten, um einzuschätzen, ob eine PEP angezeigt ist.

 

Unsere Öffnungszeiten:

Mo, Do   13.30 - 18 Uhr

Di, Mi, Fr   9 - 12 Uhr

041 410 69 60

 

Oder am Kantonsspital Luzern (Notfall) rund um die Uhr:

041 205 11 11

 

Nach einer Situation mit einem hohen HIV Übertragungsrisiko (siehe unten) sollte man sich möglichst schnell, spätestens aber innerhalb von 72 Stunden an die Notfallstation des Kantonsspitals, respektive einen HIV-Spezialisten wenden. Wird das HIV Übertragungsrisiko als hoch eingestuft, kann mit einer medikamentösen Behandlung (PEP) begonnen werden, die eine Übertragung möglicherweise verhindern kann.

 

Situationen mit eindeutig hohem Risiko, in denen eine HIV-PEP sinnvoll sein kann, sind:

  1. ungeschützter vaginaler oder analer Geschlechtsverkehr (Eindringen in Scheide oder Darm) – z.B. auch infolge eines Kondomversagens – mit einer HIV-infizierten Person
  2. ungeschützter oraler Geschlechtsverkehr (Befriedigung mit dem Mund) mit Ejakulation eines HIV-infizierten Partners in den Mund
  3. Verwendung von gebrauchtem Injektionsmaterial einer HIV-positiven Person
  4. Eine HIV-PEP kann in diesen Situationen auch erwogen werden, wenn nicht bekannt ist, ob die Kontaktperson HIV-positiv ist, sie aus einer Region stammt bzw. einer Gruppe angehört, in der HIV stark verbreitet ist.