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Schutz, Risiko und PEP

Die Einhaltung folgender Safer Sex Regeln schützt sicher vor einer sexuellen HIV-Übertragung:

  • Bei eindringendem Geschlechtsverkehr (Scheide oder Darm) immer Präservative verwenden.
  • Kein Samenerguss in den Mund, keinen Samenerguss schlucken.
  • Kein Menstruationsblut in den Mund, kein Menstruationsblut schlucken.

 

HIV-Übertragungswege

  • Sexuelle Übertragung
  1. ungeschützter Vaginalverkehr, d.h. Eindringen in die Scheide (mögliches Risiko für beide Beteiligten auch ohne Samenerguss)
  2. ungeschützter Analverkehr, d.h. Eindringen in den Darm (mögliches Risiko für beide Beteiligten auch ohne Samenerguss)
  3. Oralverkehr (Befriedigung mit dem Mund), wenn Sperma oder Menstruationsblut in den Mund gelangt
  • Übertragung beim Drogenkonsum beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzbesteck bei intravenös Drogen Konsumierenden
  • Übertragung von der Mutter auf das Kind
  • Blut und Blutprodukte

 

Weitere Informationen zu Risiko und Schutz

www.aids.ch/d/fragen/risiko.php

 

Verhalten nach einer Risikosituation: PEP (HIV-Postexpositions-Prophylaxe)

Nach Situationen mit eindeutig hohem HIV Übertragungsrisiko gibt es nur die Möglichkeit, spätestens innerhalb von 72 Stunden nach der Risikosituation die Notfallstation eines Spitals oder einen HIV-Spezialisten aufzusuchen. Dort wird man aufgrund der Situationsbeschreibung das Risiko abschätzen und eventuell eine so genannte PEP vorschlagen. Dies ist eine vorbeugende mehrwöchige medikamentöse Behandlung mit hochwirksamen Substanzen, welche das Risiko einer allfälligen HIV Übertragung deutlich senkt – aber nicht ausschliesst. Der Erfolg ist umso besser, je schneller nach der Risikosituation mit der Behandlung begonnen wird.

 

Situationen mit eindeutig hohem Risiko, in denen eine HIV-PEP sinnvoll sein kann:

  1. ungeschützter vaginaler oder analer Geschlechtsverkehr (Eindringen in Scheide oder Darm) – z.B. auch infolge eines Kondomversagens – mit einer HIV-infizierten Person
  2. ungeschützter oraler Geschlechtsverkehr (Befriedigung mit dem Mund) mit Ejakulation eines HIV-infizierten Partners in den Mund
  3. Verwendung von gebrauchtem Injektionsmaterial einer HIV-positiven Person
  4. Eine HIV-PEP kann in diesen Situationen auch erwogen werden, wenn nicht bekannt ist, ob die Kontaktperson HIV-positiv ist, sie aus einer Region stammt bzw. einer Gruppe angehört, in der HIV stark verbreitet ist.